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23.02.2013: Es hat wieder geschneit. Da ich alleine mit den Hunden unterwegs war, kann ich Euch keine Bilder zeigen. Gino hatte heute seine Premiere im Schlitten ziehen. Am Donnerstag hab ich einen ganz normalen Schlitten gekauft. Ein Zuggeschirr hatte ich bereits. Ihr glaubt es kaum. Mit 2 Leinen hab ich eine Führung gebastelt und Gino eingespannt. Ohne zu zögern, hat er den Schlitten angezogen und ist stolz davon getrabt. Solange der Schlitten schön gleitete legte Gino kein schlechtes Tempo vor. Teilweise musste ich fast rennen, damit ich ihn nicht aus dem Gleichgewicht brachte.

Ein schöner Nebeneffekt war, dass ich Buffy rennen lassen konnte. Sie ging nie weit von uns weg. Da Gino so schön den Schlitten zog, wurde er von mir immer wieder gelobt und angefeuert. Dies wollte Buffy auch und kam auf rufen sofort zu uns gerannt.

Jetzt muss noch ein Wägelchen her, damit Gino auch ohne Schnee etwas zum Ziehen hat.

29.12.2012: Viel Zeit ist den Rhein runter geflossen seit Ihr was Neues von mir gehört habt. Es war eine anstrengende und ereignissreiche Zeit. Vor allem hatte mich Roy, neben dem Geschäft, sehr stark in Anspruch genommen. Er ist leider seit dem 10.11.2012 nicht mehr bei uns. Er hat bei mir eine grosse Lücke und Leere hinterlassen. Buffy und Gino gingen bald wieder zur Tagesordnung über und orientierten sich neu.

Ich musste lernen, dass im Leid auch eine neue Chance stecken kann. Buffy hat einen enormen Bewegungsdrang, sie weiss anscheinend nicht, dass sie nur auf drei Beinen geht. Gino hat immer noch Uebergewicht, dem ich mit dem bequemen Spaziergängen nicht Herr werde.

Es ergab sich, dass meine Freundin und ihr Lebensgefährte zu der 7jährigen Labrador-Hündin sich noch einen Labrador-Rüden-Welpen angeschafft haben. Die Hundeschule die sie mit dem jungen Hund besuchte, bietet über den Winter keine Kurse an. So ist sie nach einer neuen Hundeschule auf die Suche gegangen. In Aarwangen ist sie fündig geworden. Eine Hundeschule etwas anderer Art. Wie Frauen halt so sind, diskutierten wir miteinander darüber. Sie gab mir die Webseite von Beat Käser an und die studierte ich dann auch sehr genau.

Nicht faul, rief ich Herrn Käser an und erklärte die "Behinderung" meiner Hunde. Mir persönlich ist nur Spurensuche in den Sinn gekommen, was ich mit den Beiden machen könnte. Genau dies bietet Beat aber nicht an. Wir wurden zu einem persönlichen Gespräch eingeladen. Beat konnte sich bereits damals vorstellen, dass wir mit den Hunden auch anders arbeiten könnten.

Erwartungen hatte ich keine. Bringt mir mal eine Hundeschule, die einen blinden und einen 3Beiingen Hund aufnehmen. Die Hunde durften sich im Trainingsraum frei bewegen und an allem was rum stand oder lag schnüffeln. Er zeigt mir ein paar Uebungen, bei denen die Aufmerksamkeit und das Vertrauen geschult wurden, und die eigentlich auch meine Hunde machen konnten. An diesem Nachmittag kreierte Beat eine neue Hundegruppe bestehend aus 3 Hunden und 2 Hundeführerinnen. Meine Freunding mit ihrer Labrador-Hündin und meine Beiden.

Nach der zweiten Lektion, die jeden Donnerstag um 17:00 statt findet, machte er uns drauf aufmerksam, dass er am 27.12.2012 ein Ginkana-Fun-Turnier veranstalte. Für meine Beiden wehrte ich gleich ab. Für Buffy und Gino war ja alles ganz neu. Doch da alles ohne Druck  war, meldete ich sie dann doch an und ich bereue gar nichts.

Zuerst absolvierte ich den Parcours mit Buffy. Wie der Mensch ist, wurden wir von gewissen Anwesenden schräg angeschaut. Doch als ich dann wenig später mit Gino auftauchte, konnten es gewisse Hundehalter nicht mehr sein lassen, negativ unter einander zu tuscheln. Schade dass ich dann die Gesichter nicht sehen konnte als Gino und ich den Parcours absolvierten. Von den langen Gesichtern hat mir dann Jeanette fröhlich erzählt. Genau den negativ tuschelnden stand anscheinend der Mund fast offen wie Gino das gemeistert hat.

Die Fotos unter Ginkana-Turnier 27.12.2012 verraten Euch mehr als Worte. Werde versuchen die Fotos noch dieses, allerspätestens nächstes Wochenende rein zu stellen.

21.06.2011:   Neue Herausforderung für die Hunde und mich. Das heutige Training findet in einer Gruppe statt. Wir gehen mit fremden Hunden und Menschen spazieren. Zum ersten mal kommt mein Rudel gemeinsam mit anderen in Kontakt. Wir treffen uns alle im Wald bei Aarwangen an der Aare.

Da ich mich dort nicht auskenne, treffen sich Herr Thommen, noch eine Hundebesitzerin und ich uns auf einem Restaurant Parkplatz. Dann fahren wir zum Wald-Treffpunkt, wo bereits drei Team's warten. Es treffen sich kleine, mittlere und grosse Hunde mit ihren Führerinnen.

Bei mir darf zuerst Gino aussteigen. Sofort schnuppert er in die Luft. Dann kommt Buffy. Auch sie ist sehr interessiert was jetzt geschieht. Buffy bleibt nah bei mir, doch ist keine Nervosität erkennbar. Sie ist ruhig und sehr Neugierig. Die Damen schmunzeln, dass ich gleich mit zwei Hunden ankomme. Dann wird gestaunt, dass vom Rücksitz noch jemand aussteigt. Ein grosses weisses "Ungeheuer" unser Roy.  Damit dies alles klappt, brauche ich kurz die Hilfe von Herrn Thommen. Drei unter Kontrolle zu bringen in diesem Moment ist nicht ganz einfach, da Roy wieder zum "Zugpferd" wird, und allen sofort Hallo sagen will. Bis sich meine Hunde etwas beruhigt hat, nimmt der Trainer Roy zu sich. Buffy und Gino laufen brav mit, wie es sich gehört, und ich nehm Roy zu mir.

Ein schwarzer 11 Monate alter Rüde ist auch dabei und jetzt geschieht etwas, mit dem ich nie gerechnet hätte. Roy bellt, knurrt und rennt auf den Rüden zu. Die Leine reisst er mir einfach zur Hand raus. Roy greift doch tatsächlich den Rüden an. Herr Thommen ist gar nicht langsam, packt Roy und reisst ihn weg. Mit Gino und Buffy an meiner Seite schau ich dem Geschehen zu, und begreife die Welt nicht mehr. Einen kurzen Moment versuchen wir mit allen zusammen den Spaziergang fort zu setzten. Doch Roy will sich nicht beruhigen. Somit muss ich schweren Herzens Buffy und Gino ins Auto zurück bringen, damit ich Roy unter Kontrolle bringe.

Es braucht seine Zeit, doch dann kann auch ich den Spaziergang mit Roy geniessen. Heute hat Roy gezeigt, dass er ausserhalb unseres Areals versucht die Führung zu übernehmen. Da haben wir noch ein Stück Arbeit vor uns.

Hier ein "Klassenfoto". Wie ihr seht sind die beiden "Streithähne" weit von einander entfernt. Der eine ganz links und der andere ganz rechts. Sind die Hunde nicht alle samt ganz brav???!!!! Kein Wässerlein kann diese Idylle trüben.


14.06.2011:   Den Trainingsspazieren ind Willisau haben wir mit "Bravour" überstanden. Meine drei Rabauken haben sich von ihrer besten Seite gezeigt. In knapp drei Monaten haben sind die Hunde ruhiger und sicherer geworden. Es scheint mir, als hätte ich alle drei Hunde schon immer gehabt.

Zur Erinnerung: Gino ist am 7. Januar 2011 angekommen. Er lebt seit 6 Monaten bei uns. Buffy stiess am 20. Februar 2011 zu uns. Sie ist seit 5 Monaten hier. Beide Hunde haben in Verbindung mit dem Menschen Schreckliches erlebt. Doch die beiden Hunde bringen mir ein Vertrauen entgegen, was meist nur Tiere schaffen. Hätte ein Mensch dies alles erlebt, wäre er vermutlich voller Misstrauen vielleicht sogar Hass erfüllt gegenüber der Spezies, die ihn gequält haben. Die beiden Hunde erkennt man in ihrer Art und in ihrem Wesen kaum wieder. Beide haben Vertrauen und Lebensfreude im grossen Masse entwickelt. Beide werden von Tag zu Tag noch sicherer.

Schau ich den Hunden so zu, muss ich mir die obigen Daten manchmal in Erinnerung rufen. Die Veränderungen sind so gross, dass es einfach nur traumhaft ist.


12.06.2011:   Es ist Pfingstsonntag und an Pfingsten soll es ja am ringsten gehen. Meine Hunde müssen noch etwas "Stadtluft" schnuppern. Wir vier wollen am nächsten Dienstag bei unserem Trainer ganz viele Punkte sammeln, wenn der Spaziergan in Willisau statt findet.

Das Wetter spielt noch mit. Nicht zu heiss und doch trocken. Alles bitte einsteigen und los gets. Nach knapp 10 Minuten sind wir in Willisau. Das Auto parke ich auf einen etwas ruhigeren Parkplatz. So kann sich Buffy und Gino etwas eingewöhnen. Mit allen dreien an den Leinen marschieren wir in Richtung Altstadt Willisau.

Teilweise fühle ich mich als Jongleur. Roy will schnuppern und bleibt stehen, Buffy drückt sich an Gino, und beide zusammen laufen mir dann vor die Füsse. Da braucht man ein gutes Gleichgewicht. Ich will auch gar nicht jammern, die Hunde machen es prima.


09.06.2011:  Drei Hunde habe ich. Mir scheint es teilweise, als hätte ich einen Zoo. Wie ich Euch berichtet habe, hat sich Gino bereits als Bergziege und Aeffchen betätigt. Byffy und Roy mutieren zu Ameisenbären. Mit "nur" drei Hunden habe ich also zusätzlich: 1 Begziege, 1 Aeffchen, 2 Ameisenbären und 3 Wühlmäuse. Die Wühlmäuse hätte ich doch fast vergessen. Somit besitze ich einen kleinen Zoo. Bei meinem Zoo, weiss man nicht, welche Tiere anwesend sind. Da muss man schon den Tag abwarten, damit man sagen kann: heute waren diese Tiere da.

Da es sehr trocken war, gibt es sehr viele Ameisen. Auf unserem Areal, haben sich die Ameisen einen richtig grossen Bau in der äussersten Ecke gebaut. Buffy und Roy haben dies jetzt entdeckt. Sie wühlen und graben, und verstehen gar nicht, was da auf ihren Nasen herum krabbelt. Es sieht dann sehr lustig aus, wenn sie mit den Pfoten die Ameisen wieder von ihren Schnauzen vertreiben wollen.

Selbstverständlich wollen die beiden, gesprenkelt mit den Ameisen, zu mir kommen und mit mir schmusen. Da hört jetzt doch meine Tierliebe auf. Zuerst Ameisen los werden, dann darf man wieder zu mir und ins Haus kommen.


06.06.2011: Früh am Morgen lasse ich die Hunde raus. Ein Wuff von jedem, um den anderen zu sagen, dass sie jetzt auch wach sind, und es ist wieder Ruhe. Doch irgendwann ist es mir zu ruhig. Buffy und Roy sind zwischen Holzgartenzaun und Aussenzaun. Buffy wedelt wie wild und Roy steht da, als hätte er gute Beute gemacht. Ich geh nach draussen und rufe den Hunden. Die beiden kommen auch brav. Was trägt den Roy voller Stolz in seiner Schnauze? Ich bin baff und glaube zu träumen. Roy stolziert mit einem ausgewachsenen Igel an mir vorbei. In der Nähe vom oberen Tor legt er ihn dann in die Wiese. Rasch nehme ich Roy vom Igel weg. Auch Buffy und Gino müssen jetzt in's Haus. Sollte der Igel noch leben, wird er sich hoffentlich vom Acker machen. Ca. 1 Stunde später ist der Igel nicht mehr da. Er brauchte sehr lange um den Schock, von einem Hund getragen zu werden, zu überwinden.

So ein Wahnsinn, einen zusammen gerollten Igel in die Schnauze zu nehmen, kann doch nur Roy einfallen. Was wohl als nächstes kommt?


01.06.2011:  Es regnet. Für unsere Tour durch Langenthal mit Buffy und Roy haben wir ja wunderschönes Wetter ausgesucht. Buffy und Roy packe ich in die Box, und Gino muss alleine zu Hause bleiben. Er liegt auf seinem Schlafplatz und zwei Wassergeschirre stehen auch bereit. Damit nichts passiert, schliesse ich das Kindergitter, zwischen dem Türrahmen und auch die Tür. Auch die Gangtüre schliesse ich, damit Gino seine Ruhe hat.

In Langenthal erwartet Herr Thommen uns bereits. Das Auto wird im ruhigsten Ecken des Coop-Parkplatzes abgestellt. Als erstes darf Buffy aussteigen. Auto kommen und suchen einen Parkplatz. Buffy versucht sich jetzt unter unserem Auto zu verstecken. Wir wollen sie ja nicht mehr stressen als nötig, und gehen zum Lift. Lift fahren ist für Buffy kein Problem.

Trotz ihrer Angst, sie zittert auch, geht Buffy tapfer an meiner Seite. Man merkt ihr sehr gut an, dass sie sehr neugierig ist. Nur die Angst hält sie von Erkundungstouren ab. Unter der Laube machen wir halt. Auto's fahren an uns vorbei, und Buffy schaut interessiert und doch ängstlich dem Geschehen zu. Auf mein Komando setzt sie sich sogar, und bleibt sitzen. Der Kopf ist stets in Bewegung, wie auch die Nase. Ich bin richtig stolz auf meine Hunde-Dame. Tapfer und souverän hat sie ihren ersten Ausflug in die "Stadt" bewältigt.

Buffy geht wieder in die Sicherheit der Auto-Box, und Roy darf aussteigen. Hier ist keine Spur von Aengstlichkeit. Er will sofort los laufen, und alles Neue erkunden. Roy dreht richtig auf. Ihn müssen wir immer wieder korrigieren, damit wir mit ihm spazieren gehen, und nicht umgekehrt. Für sein Temparament bewältigt auch er die Langenthaler-Tour sehr gut.

Unter der Laube ist ein Kaffee. Da setzen wir uns mit Roy hin. Er muss sitzen bleiben und bei Herrn Thommen warten, damit ich uns den Kaffee holen kann. Roy überrascht mich sehr, dass er dies auch tut. Einen kleinen Zwischenfall gibt es dann doch noch. Ein Labrador kommt daher spaziert. Der zieht mit der Leine Richtung Roy. Jetzt reagiert Roy, und legt sich mit seiner ganzen Kraft in die Leine. Ha, ich lass nicht los!!!  Es wäre ein Bild für Götter. Roy zieht mich mit samt dem Stuhl Richtung Labrador. Herr Thommen springt auf, und fasst Roy. So bringen wir ihn wieder in die Ruhe. Hätte mein Stuhl Räder gehabt, hätte Roy mit mir im Schlepptau den Autos Konkurrenz gemacht. Was mich erstaunt, Roy ist sofort wieder ruhig und bleibt bei mir liegen. Dies alles in nur 10 Wochen . Herr Thommen ist eindeutig ein Zauberer.

Zuhause schliesse ich die Haustüre auf, öffne, und wer versucht sich sofort nach draussen zu drängen? Gino ist direkt hinter der Tür. Da schau ich ziemlich blöde. Beide Türen sind offen, und das Kindergitter liegt am Boden. Jetzt ist ganz klar Gino will nicht alleine sein. Trotz seiner Blindheit, will er Neues kennen lernen.

Kindergitter ist wieder montiert und alle Hunde sind friedlich. Ab morgen geht das "Städte-Trainig" mit den Hunden los. Bin gespannt, wie sie sich entwickeln.


30.05.2011:  Endlich wieder Neuigkeiten von der Houete. Wie Ihr auf der Startseite sehen könnt, habe ich einen grossen Garten. Das Unkraut wächst sensationell. Dies ist mit ein Grund, dass Ihr so lange nichts Neues von uns erfahren konnten. Vom zweiten Punkt erzähle ich Euch jetzt.

Seit 10 Wochen haben die Hunde und ich "Schule". Einmal pro Woche eine "Benimm-Lektion". Wie Ihr alle vielleicht aus eigener Erfahrung oder vom hören Sagen wisst, erziehen die Hundetrainer zuerst den Menschen. So auch bei mir.

Unser Trainer kommt zu uns auf den Hof. Als erstes gab es ein Vorstellungs Gespräch. Herr Thommen und ich sassen am Küchentisch, Buffy und Gino auf ihren Liegeplätzen. Roy hingegen musste natürlich den unbekannten Herrn beschnuppern und wollte auch gestreichelt werden. Da befahl ich Roy sind hin zu legen. Nach etlichen Wendungen und suchen, legte sich Roy dann neben dem Küchentisch auf den Boden. Voller Stolz meinte ich, dass Roy doch bereits einiges kann. Die Antwort werde ich nie wieder vergessen:

Roy macht das sehr gut. Er passt sehr gut auf seinen zweibeiniges Welpen auf.

Könnt Ihr Euch vorstellen, wie blöde ich aus der Wäsche geguckt habe? Mir wurde erklärt, dass Roy sich als Chef des Hauses fühlt. Und ich war der irren Meinung, dass ich das Sagen hätte. Autsch, diese Aussage sass perfekt.

Die ersten zwei Male wurde dann nur mit Roy gearbeitet, damit er seine Herrschaft an mich abgiebt. Dann wurde langsam Buffy und zuletzt unser blinder Ausreisser Gino dazu genommen.

Erste Trainingserfolge: Roy ging mehr mit mir spazieren als ich mit ihm. Er war ein richtiges "Zugpferd". Heute liegt die Leine über zwei Fingern, wenn ich mit Roy spazieren gehe. Buffy und Gino mussten lernen, neben einander her zu laufen. Nach 9 Trainingsstunden, kann ich ganz gemütlich mit drei Hunden spazieren gehen. Kein Stress mehr für Hund und Mensch. Es ist einfach herrlich.                                                                                                    Das nächste war der Gartenzaun. An unserem Gehege geht ein Wanderweg vorbei. Da war dann jedesmal der Teufel los, wenn Leute am Zaun entlang gingen. Buffy bellte dann nicht mehr, sondern "Geitschte" Ihre Stimme überschlug sich richtig. Gino stand den beiden sehenden Hunden in nichts nach. Rasch hat er begriffen wo der Zaun war. Jetzt musste man nur dem Zaun entlang gehen, und sich ganz gross machen. Mit seiner tiefsten Stimme bellte und knurrte er. Gino klang am gefährlichsten von allen dreien. Mein Rufen, dass sie ruhig sein sollen, wurde gar nicht gehört. Jetzt geben sie nur kurz an, ein Rufen oder Geräusch von meiner Seite, und es herrscht Ruhe.

Leute, ich sag Euch eines. Ein guter Trainer ist Gold wert. Die Hunde sind ruhiger geworden, genau wie ich. Meine Nerven werden sehr geschont.

Am Mittwoch, treffen Roy, Buffy und ich Herrn Thommen in Langenthal. Jetzt wird geguckt, wie die Hunde mit Ablenkung reagieren. Bei Buffy halten wir's dann kurz. Für sie sind vorbei fahrende Autos ein ganz grosses Problem. Mit Roy werden wir dann in's Städtchen gehen. Wer weiss ob er dann wieder zum "Zugpferd" wird.


31.03.2011:  Heute ist ein anstrengender Tag für die Hunde. Ehrlich gesagt nicht nur für die, sondern auch für mich. Da Roy dank einer Zecke unter Antibiotika steht, kommt der Tierarzt zu uns. Roy und Buffy erhalten noch die notwendigen Impfungen. Allen dreien werden die Krallen geschnitten.

Post ist für Gino, Buffy und Roy gekommen.


Auspacken tu ich es doch selber. Zum Glück, da sind sehr viele bunte Dinge dring. Zum Werfen, zum Schmusen oder miteinander ziehen. Die Tiere haben eine Spielzeugkiste erhalten. Vielen Herzlichen Dank liebe Magda.

Ihr werdet den Inhalt noch kennenlernen.


19.03.2011: Das Wetter ist trüb und kalt. Meist regnet es auch. Alle Hunde liegen friedlich auf ihren Decken. Buffy und Gino gehen so nicht gerne raus. Ganz rasch sich versäubern und schnell ins Trockene zurück.

Es schneit. Alle die sich bereits auf den Frühling gefreut haben, wie ich, muss ich enttäuschen. Es sieht so aus, als würde der Winter noch einmal Einzug halten. Hoffe nicht für lange.


18.03.2011: Teilweise kommt die Sonne raus und dann ist es doch recht warm. Die Hunde liegen auf den Gartenplatten und "sünnelet".

Es ist kurz nach 17:00Uhr, und ich will noch rasch was einkaufen. Buffy rennt mir nach und will mit. Heckklappe und Boxentür auf, und Buffy sitzt erwartungsvoll drin. Jetzt versuch ich Roy zu ködern, dass er auch mit kommt. Er tut so wie wenn, und im letzten Moment flutscht er mir durch die Finge und weg ist er.Gino kommt auch angerannt, doch als ich ihn packen will rennt er wieder weg. OK Gino, dann bleibst du alleine zu Hause.

Nach ca. 15-20 Minuten kehren Buffy und ich wieder zurück. Wir fahren auf dem Rückweg Querfeldein, damit wir Roy irgendwo wieder auflesen können. Doch er begenet uns nicht. Wir fahren auf den Hof-Parkplatz, dann seh ich einen hellen Hund weit weg auf der Krete. Er ist ca. 1,5km vom Haus weg. So erwischt man auch Roy, denke ich, wende das Auto und Buffy und ich fahren los.

Beim näher kommen, erkenne ich, dass der Hund ein Gschtältli trägt. Ach du Schande es ist Gino. Irgendwo hat er schon wieder ein Loch unter dem Zaun durch gegraben, und ist alleine spazieren gegangen. Ich halte an, öffne die Autotüre, doch Gino erschrickt und will sich schon wieder vom Acker machen. Zum Glück erkennt er meine Stimme, und kommt Schwanz wädelnd angelaufen. Heckklappe und Boxtüre auf. Gino hilft beim Einsteigen diesmal mit. Nachdem die Forderpfötchen aufliegen, hüpft er fast von alleine rein. Vermutlich ist er doch froh, wieder in Sicherheit zu sein.

Was geht wohl im Kopf von einem blinden Hund wie Gino vor, dass er alleine die sichere Umzäunung verlässt?

In der Wiese, gegenüber dem Waldrand-Ende, schnüffelte Gino.



Das Bauernhaus sieht man noch rechts unten. Denkt Euch mal die Strecke, die der blinde Gino alleine gegangen ist.



Jezt ist er hinter "Gitter" in Sicherheit.



So gegen 18:30Uhr kommt dann auch Roy gnädigst wieder nach Hause. Was ist bloss mit den Rüden los, dass die immer alleine spazieren gehen wollen!!!


Hier unter dem Tor ist Gino aus gebüchst


Als ich dieses Foto gemacht habe, ahnte ich noch nicht, dass Gino wieder ein Schlupfloch sucht.



14.03.2011:   Habe Hundebücher gekauft. Muss mir irgend etwas einfallen lassen, die drei auch Geistig zu fordern. Was dem einen nicht einfällt, fällt dem anderen ein. Bei uns ist immer "Action".

Jetzt habe ich vom "Hunde longieren" gelesen. So müssen sie extreme Aufmerksamkeit üben. Dies srengt das Hundegehirn, dann schon an. Morgen will ich es mal mit Roy versuchen. Den Kreis habe ich gerade eben fertig gestellt.


10.03.2011:   Ich muss mich korrigieren. Bei Gino waren nicht nur die Bergziegen sondern auch noch Wühlmäuse dabei. Er hat es doch schon wieder geschafft, ein Loch unter dem Zaun durch zu graben. Seine Kraft îst auch nicht zu unterschätzen. Er schiebt Holzpflöcke und Paletten einfach zur Seite, damit er raus kann.


Hier ist Gino am Werk



02.03.2011:   Verflixt und zu genäht. Gino ist schon wieder ausgebüchst. Ich hab ja gewusst, dass er ein Maremmano-Mischlings Rüde ist. Eines wurde mir nicht gesagt. Bei Gino muss noch eine "Bergziege" mitgespielt haben.

Da wir ihm den Zaun mit Holzpflöcken zu gesperrt haben, ist er heute ein knapp 10cm breites Mäuerchen entlang spaziert. Zu oberst ist der Zaun nicht ganz am Boden, und dort ist Gino wieder raus. Hätte ich es nicht selbst gesehen, ich würde es nicht glauben. Ein blinder Hund tappst über ein nasses, schlüpfriges Mäuerchen, damit er das Gehege verlassen kann.





25.02.2011:   Rätsel gelöst!!! Die Hunde sind wieder draussen. Ich schau aus dem Wohnzimmer-Fenster raus, und sehe Gino in der Ross-Weide rum spazieren. Schon wieder ist der blinde Hund ausgebüchst. Jetzt will ich wissen, wo der raus kann. Rasch hol ich die Keks-Dose und raschle damit. Roy und Buffy sind sofort zur Stelle, und auch Gino macht sich auf den Weg. Er stoppt immer wieder und orientiert sich nach dem Geräusch der Dose. Am Zaun angelangt, tappt er vorsichtig die Auffahrt zur Heubühne hoch. Er legt sich auf den Boden, und kriecht unter dem Zaun durch. Ich hätte nie gedacht, dass Gino dort unten durch kommt.

Mit Holzpflöchen versperren wir Gino jetzt den Weg nach draussen. Ich seh es nicht so gerne, wenn er alleine spazieren geht.


22.02.2011:   Die Hunde sind draussen. Die Sonne scheint. Meine Freundin und ich trinken gemütlich in der Küche Kaffee. Da es kalt ist, ruf ich die Hunde nach ca. 30Minuten wieder rein. Roy und Buffy kommen. Doch wo ist Gino? Rasch zieh ich meine Schuhe und die Jacke an, und geh nach draussen. Wo hat er sich nur versteckt? Nun geh ich Richtung hinteres Tor, und glaube nicht was meine Augen sehen. Ich glaub mich tritt ein Pferd. Unse blinder Gino stolziert keck auf dem Misthaufen herum. Der Misthaufen, ist aber ausserhalb der Umzäunung. Wie ist der Kerl nur raus gekommen? Ich kontrolliere den ganzen Zaun, doch finde ich nichts wo meiner Meinung nach Gino raus kann.







Die Geschichte beginnt im März 2008

Mein Mann und ich wohnten in einer schönen grossen Attika-Wohnung mit zwei grossen Terassen. Wir kannten uns schon seit 37 Jahren. Es war schön und gemütlich.

Ein Wehrmutstropfen gab es. Wenn wir spazieren gingen, fehlte etwas.

Als ich noch im Haus wohnte, hatte ich stets einen getreuen Hund an meiner Seite. Kurz vor dem gemeinsamen Zusammen ziehen in die Wohnung starb meine Weisse Schäferhündin. Sie fehlte uns sehr. Es zogen Jahre ins Land ohne Hund.

Schon in jungen Jahren, hatte mein Mann stets gesagt, dass er nur ein Haus wolle, wo er einen Fussball vor die Türe legen kann und wenn er ihn tritt, der Ball stets auf unserem Land liegen bleiben muss. Dies ist in der Schweiz etwas schwierig.

Vor ca. 6 Jahren machten wir uns auf die Suche nach unserem Haus. Die Reihenfolge stand fest. Zuerst ein Haus und dann ein Hund. Im Emmental fanden wir dann ein Anwesen, welches uns gefallen hätte. Die Schwierigkeit war, dass es "riesig" war. Wir hätten noch Grossvieh halten müssen. Da wir keine Landwirte waren, bekamen wir dieses Anwesen auch nicht. Die Enttäuschung war gross, da wir mit unserem Konzept unter den letzten drei Interessenten waren.

Das Suchen ging weiter.

Geschäftlich musste meine Mann nach Oesterreich. Am Abend schaute er eine Dokumentations-Sendung von einem Schafhirten im Tessin, um sich etwas zu entspannen. Am gleichen Abend telefonierte er mir, und gab mir bekannt, dass er jetzt wisse welchen Hund er möchte. Es sei ein Bergamasker. Diese Rasse werde als Schutzhunde für die Schafe eingesetzt. Wunderschöne grosse, stolze weisse Tiere. Nun war mir klar, dass er die Rasse verwechselte. Gemäss seiner Beschreibung hatte ich dann rasch entdeckt, dass es sich um einen Maremmano handelte.

Im Internet fand ich tatsächlich Maremmano Welpen. Als mein Mann am Wochenende wieder nach Hause kam, hatte ich bereits alles organisiert, damit wir am Sonntag die Welpen besuchen durften.

Ihr könnt Euch vorstellen, was jetzt kommt. Das Haus hatten wir noch nicht, dafür einen Maremmano Welpen. Nicht schimpfen, wir wussten, dass es keine Rasse für eine Wohnung ist. Die Besitzerin machte uns auch noch einmal darauf aufmerksam, und ich antwortete ihr in voller Ueberzeugung, dass wir im Herbst ein Haus hätten.

Roy zog anfangs Juni 2008 in unserer Wohnung ein. Bereits als Welpe lernte er im Boot mit zu fahren.


und so geht es weiter